Auf Ihren mobilen Geräten wird eine ganze Menge an sensiblen Daten gespeichert. Dazu gehören zum Beispiel Ihre Outlook-Daten, Kontaktdaten bzw. Ihre Notizen und so weiter. Geht Ihr Gerät einmal kaputt oder verloren, dann sind alle diese Daten weg… es sei denn, dass Sie Ihre Daten mit sinnvollen Tools vorher gesichert haben. Welche Möglichkeiten der Datensicherung bieten sich in der Apple-Welt an? Das verrate ich Ihnen in der heutigen Podcast-Episode zum Thema Datensicherung & Backup.


Weiterführende Links

iExplorer

iMazing Mini


Schön, dass Sie wieder mit dabei sind bei einer weiteren Episode von iPad4productivity und dem Thema dieser Episode Datensicherung.

Die die mich kennen, kennen meine Meinung dazu. Man brauchte keine Datensicherung auf iOS. Wie bitte? Man braucht keine Datensicherung? Das müssen Sie mir mal erklären. Und das mache ich gerne. Weshalb ist denn keine erforderlich? Weil was gilt es denn zu sichern? Es gilt zu sichern Ihre PIM-Daten, PIM – Personal Information Management. Vereinfacht gesagt Ihre Outlook-Daten. Also Kalender, Aufgaben, Kontakte, Notizen gegebenenfalls noch, das sind die Daten, die Sie im Outlook drin haben oder in Apple-Mail, Apple-Kontakte, in der Erinnerungs-App und in der Notizenapp. Ja, wenn Sie das Ganze idealerweise über Exchange, über LotusNotes, über iCloud oder über Google-Services synchronisiert haben, dann sind diese Daten nicht nur automatisch immer auf allen Ihren Geräten, sondern auch in der Cloud, beziehungsweise wenn Sie jetzt einen eigenen Exchange-Server beispielsweise haben, bei Ihnen auf Ihrem Exchange-Server automatisch gesichert. Deswegen bin ich ja auch so ein großer Freund von Exchange, weil ich sage, es ist Hersteller-übergreifend, also Plattform-übergreifend, das heißt, Sie können sowohl zwischen iOS und Android hin und her wechseln. Das heißt, wenn Sie jetzt ein Android-Telefon statt Ihres iPhones nehmen, weil Sie sagen, so ein Galaxy finde Sie jetzt sehr viel besser, ja, einfach Ihre Exchange-Daten einrichten, und Sie haben alle Daten da komplett da. Deswegen bin ich auch ja ein Freund sich für Meetings beispielsweise Dinge als Anlage auch zu mailen, dann haben Sie alles immer auf Ihren bestehenden und zukünftigen Smartphone komplett mit dabei. Also auch Notizen, alles und ich sage immer, liebe Hörerinnen, liebe Hörer, alles außer Exchange ist Spielkram. Und wenn Sie in Ihren Einstellungen sind, können Sie auf Ihrem iPhone oder Ihrem iPad unter Einstellung Accounts reingehen und wenn Sie da auf Ihre E-Mail-Adresse tippen, dann gibt es dann, die Hauptmöglichkeiten sind drei verschiedene und ich sage mal vier: das eine ist ein Google-Account. Google ist gut, Google ist früher sogar Exchange als technische Basis gewesen, das ist es mittlerweile nicht mehr, bis auf die Aufgaben wird Ihnen da alles synchronisiert. Und Aufgaben müssen Sie da gegebenenfalls als Termine synchronisieren. Aber der Rest zumindest, Termine, die E-Mails, die Kontakte werden da wunderbar synchronisiert. Auch über den Googe-Kalender wunderbar funktioniert bei iOS. Die nächste Möglichkeit ist Exchange. Das ist mit Abstand beste und wenn Sie LotusNotes nach draußen über so ein TravellerSync von IBM synchronisieren, dann ist das nach draußen auch die Exchange-Schnittstelle. Das heißt alle Bänker, die jetzt in die Einstellungen gucken und so einen Traveller-Profil über LotusNotes haben, da ist es auch so, dass Sie dort entsprechend das als Exchange-Konto sehen. Was Sie auch sehen werden ist, dass die Aufgaben dort fehlen, die können Sie aber synchronisieren mit der IBM-ToDo-App, also IBM-Lotus-Traveller-ToDo-App und das Schöne ist, da können Sie sogar Attachments, also Anhänge an Aufgaben auch noch mit draus synchronisieren. Damit sind die auch gesichert. Dann gibt es IMAP. Bei IMAP werden Ihnen die E-Mails und die Notizen synchron gehalten, vor allen Dingen für die E-Mails ist das wichtig, allerdings nicht Kalender und Aufgaben und so weiter, da müssen Sie sich dann parallel was anderes überlegen. Und das was am schlimmsten ist, ist das POP. Bei POP ist es so, dass diese Daten nicht synchron gehalten werden, sondern immer auf den lokalen Endgeräten und da haben Sie mehrere Effekte. Also zum einen mal, wenn Sie POPen auf dem iPad, dann ist das so, wenn Sie eine E-Mail abrufen, dann müssen Sie entscheiden, ob die auf dem Server bleiben soll, oder ob Sie gelöscht werden soll. Wenn Sie mehrere Geräte haben, dann wollen Sie ja nicht, wenn Sie die E-Mail auf dem iPhone abrufen, dass Sie auf dem PC nicht mehr da ist. Was machen Sie? Sie sagen, die bleibt auf dem Server. Das führt zu diesem Phänomen, dass Sie auf Ihrem iPhone oder auf Ihrem iPad E-Mails löschen und alle Mails(?) kommen wieder. So, wie so ein Kaugummi am Absatz, nenne ich das immer, dieses Phänomen, und wenn Sie das haben, dann POPen Sie auf dem iPad. Und sorry für die krasse Sprache, aber ich sage mal popen ist geil, aber nicht auf dem iPad. Und hoffentlich merken Sie sich damit. Die gute Nachricht ist, Sie können bei vielen Anbietern, ohne dass das zusätzliches Geld kostet, das ist einfach nur eine Einstellungsfrage, können Sie statt POP auch per IMAP auf Ihre E-Mails zugreifen. Das geht beispielsweise bei T-Online, das geht bei Web.de, das geht bei 1&1, bei GMX ist es so, da müssen Sie GMX-Prämium haben, aber das kostet irgendwie 1-2 Euro im Monat, es kostet kein Geld, und wenn Sie sagen neein, ich weil kein Geld bezahlen für Firmen, die gute Leistungen erbringen, ich arbeite ja auch umsonst, wenn Sie zu den Menschen gehören, ist es so, dann können Sie auf Google umsteigen. Das ist kostenfrei. Sie zahlen halt mit Ihren Daten, das ist auch nichts unanständiges, aber sorry, „there is no free lunch“! Oder arbeiten Sie ohne Gehalt. Also, kenne da nicht so viele, die so altruistisch sind. Aber wenn Sie sagen, Sie möchten da nichts zahlen, dann machen Sie es gerne so, dass Sie die alte GMX-Adresse auf Google umleiten, und wenn Sie da was antworten, dann antworten Sie halt mit der Google-Adresse und dann feist(?) sich das so langsam auf. Also durchaus eine Variante. Wichtig im Business-Umfeld, bitte immer mit Exchange arbeiten, dann sind Sie wirklich Plattform-übergreifend und Sie können das auch im Privatumfeld haben, selbst Exchange. Wenn Sie beispielsweise Office 365 nehmen, das gibt’s ab 6 Euro im Monat. Da kriegen Sie sogar ein komplettes Office mit dazu , da kriegen sie auch ein privates Exchange mit dazu. Und wenn Sie gucken, dass so ein Exchange-Postfach normalerweise so 5-6 Euro im Monat kostet, dann kriegen Sie dann auch noch eine Office-Lizenz mit dazu. Ich finde, das ist wirklich ein faires Angebot. Und wenn Sie ein großes iPad haben, also größer als 10,12 Zoll iPad Pro, dann brauchen Sie auch für die Microsoft Office Lizenzen eine, also für die Nutzung von Excel, Word und Powerpoint auf dem iPad, brauchen Sie auch noch eine Office 365 Lizenz und dann haben Sie mehere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Was Sie damit auch gleich erledigt haben, ist, Sie haben damit Onedrive noch mit dazu, mit Onedrive können Sie Ihre Dateien beispielswese synchron halten. Und wenn Sie sagen aah „Dateien synchron halten über Cloudservices ist ja alles Teufelszeug. Jaa, Sie können das Ganze, einmal wenn ich bei Office 365 mal bleibe, gibt es eine europäische Variante und es gibt eine deutsche Variante. Die europäische Variante heißt, Sie haben den Vertrag mit Microsoft, die Daten werden entweder in Dublin oder in Amsterdam gespeichert. Oder es gibt seit früher 2017 das Office 365 Deutschland. Da haben Sie einen Vertrag mit der deutschen T-Systems und die Server liegen im Frankfurt oder Magdeburg. Und glauben Sie mir, die sind zu 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit sicherer, als Ihre eigenen Rechenzentren. Ich bin viel in Unternehmen und wenn ich dann sehe, dass der Server irgendwo im Putzraum oder im Materialraum steht, dann gibt es so ab und zu mal dieses schöne Chart von Florian Ölmeier, wo dann drauf steht, vertrauen Sie Ihrer Putzfrau. Also Cloud wird oft zu dogmatisch und nicht pragmatisch gesehen, also deswegen… und natürlich ist oft aus juristischen Gründen, ich arbeite viel für Banken und Versicherzngen das Thema deutscher Server-Standort Pflicht, dann sage ich aber auch bitte, dann dürft ihr auch nicht auf den Diensthandys mit WhatsApp arbeiten. Da hört dann die Konsequenz meistens auf. Ich weiß, ich bin manchaml ketzerisch, wenn Sie mich nicht mehr hören können, schalten Sie einfach ab. Auf der anderen Seite sehe ich aber meine Aufgabe auch nicht immer meinen Kunden und meinen Hörern nach dem Mund zu reden, sondern auch ab und zu mal wirklich den Finger in die Wunde zu legen. Weil ich erlebe das immer wieder, dass wir alle sagen, ooh die böse NSA, aber wir wollen nix zahlen, wir wollen uns keine schwierigen Kennwörter merken und das WhatsApp wegnehmen lassen, weil es uns nicht recht ist und kosten darf es eh alles nix und was? – da muss man Daten für hergeben oder Werbung geht auch nicht. Also mit so einer Gratiskultur, diese Geiz ist geil, Media-Markt-kultur, sind schon ganz schöne Branchen vernichtet worden und vor dem Hintergrund bin ich da kein großer Freund davon. Wie vorhin schon mal gesagt, Sie arbeiten wahrscheinlich auch nicht ohne Geld.

Wenn ich wieder angucke das Thema Datensicherung, um wieder auf den sachlichen Bereich zu kommenm, Sie können eben über Offen 365 Deutschland beispielsweise Ihre Dateien sichern. Sie können Sie natürlich für die Sachen, die nicht hochvertraulich sind, oder wenn Sie da tendenziell etwas entspannter unterwegs sind über Dropbox automatisch sichern, und viele sagen, boah, Teufelszeug, unverschlüsselt, naah, das ist nicht ganz richtig. Also auch Dropbox ist mittlerweile verschlüsselt, natürlich ist der Server-Standort in den USA, aber dann ist durchaus ja auch das Office 365 Deutschland eine veritable Alternative. Alternativ gibt es natürlich auch noch Strato, gehört mittlerweile auch zu Telekom, oder es gibt für die österreichischen Hörer vielleicht Faber Soft „Faber Cloud“, da können Sie sogar entscheiden, ob Sie auf einem deutschen, auf einem österreichischen oder auf einem schweizer Server arbeiten. Natürlich können Sie auch Dinge E-Mailen. Also das heißt hier Dinge – oder, wenn Sie sagen, das Einzige was sicher ist, ist mein eigener Server. Das lasse ich manchmal in Penetrationsstests gerne mal drauf ankommen, meistens sind die Cloud-Provider sicherer, weil die sie sich gar nicht erlauben können, dass da eine Zeitung steht, dass da irgendwie eingeborchen ist. Ich habe schon paar solche Rechenzentren gesehen, also die sind erfahrungsgemäß doch ein bisschen besser gesichert als das eine oder andere Unternehmensrechenzentrum. Aber, wenn Sie sagen, wir möchten es nur im eigenen Haus machen, immer das Gesamtsicherheitskonzept bitte betrachten, aber dann können Sie eben auch beispielsweise über ein VPN- und WebDAV-Zugriff auch auf Ihre Netzlaufwerke zugreifen. Und da sagen ja die viele IT-ler, aah Teufelszeug, darf man nicht machen, wo ich sage, also Leute, im Bankbereich, im Steuerberatungsbereich wird das auch gemacht und natürlich ist das so, ich vergleiche das immer gerne mit einer Burg. Natürlich ist es super sicher, wenn Sie auf der Burg sind und die haben die Zugbrücke immer hochgezogen. Das Problem ist nur, Sie verhungern irgendwann, wenn Sie nicht nicht ab und zu mal aufmachen und rein- und rausmachen. Natürlich kann, wenn Sie die Brücke runtermachen, einer unter der Brücke schnell durchrennen, oder jemand schnell im Sturm reinlaufen, das heißt, das ist eine, auch wenn Sie Daten von draußen bekommen und, um das zu übersetzen, oder Daten nach draußen schicken, haben Sie immer ein Risiko. Auf der anderen Seite verhungern Sie sonst, Sie müssen auch produktiv mit den Systemen arbeiten, beziehungsweise müssen Sie auch sichern. Und das Witzige, was ich auch oft erlebe ist, da ist eine Pseudosycherheit, vorne wird die Zugbrücke hochgezogen und hinten ist ein kleiner Steg und da laufen ganz entspannt die ganzen Bewohner der Burg immer so unbeobachtet von der IT immer rein oder raus. Das ist für mich gelebte Realität. Also ich bin kein extremer Hacker, also wenn Sie so einen Götz Schartner sehen, der lacht sich da noch mehr kaputt, aber wenn ich sehe, dass ich selbst als Advanced-User viele Sicherheitsmechanismen meiner Kunden locker mal links oder rechts überholen kann, dann sage ich, sollte man das nicht dogmatisch, sondern pragmatisch sehen und Sie können eben damit – um wieder zum Fazit zu kommen, Sie können einfach Ihre ganzen Dateien entweder auf dem eigenen Server, auf internationalen Cloud-Services, oder auf nationalen Cloud-Services so immer auf dem iPad haben, dass sie automatisch synchronisiert werden, wenn Sie eine Internetverbindung haben und in dem Moment, wo Sie offline sind, arbeiten Sie mit der Offline-Variante. Das kann man wunderbar automatisieren mit Apps wie dem File-Browser, mit der Dropbox-App, mit dem PDF-Expert beispielsweise, mit dem GoodReader, die dort Synchronisationsmöglichkeiten haben. Und deswegen sage ich immer, das Tödlichste was es immer gibt, ist reine Dateien nur in Apps zu haben, erlebe ich immer wieder, dann gibt’s neue Geräte, dann müssen die mal platt gemacht werden, da gibt’s irgendwie Fehler und alle Dateien sind weg. Da sage ich ja, Leute, Apps in Dateien macht keinen Sinn – ist sinnbefreit. Wenn man sich Notizen anguckt, vertrauliche Notizen empfehle ich immer durchaus auch über E-Mails zu machen, weil dann kann man sie Projekten zuordnen, sie sind im Regelfall über die SSL verschlüsselt, oder TSL heißt der Nachfolger der SSL-verschlüsselten E-Mails, dort sicher auch überall synchronisiert und man kann auch Compliance-mäßig immer nachvollziehen, wer hat welche Daten wo drauf, wer hat was wann empfangen, wer hat wann was gesendet und es wird automatisch archiviert. Macht der Sinn. Wenn Sie nicht vertrauliche Notizen haben, also sich Webseiten abspeichern, sich Notizen in öffentlichen Vorträgen und Seminaren machen und solche Dinge, dann sollten Sie sich auf alle Fälle ein Notizsystem, entwerder mit Evernote oder mit OneNote schaffen, und wenn Sie die Episode noch nicht gehört haben, im August habe ich zwei Episoden gemacht zum Thema Notizen. Die zweite davon war zum Tema OneNote und Evernote und Evernote ist immer im Cloud-basierten USA. OneNote können Sie Cloud-basiert, können Sie aber auch auf dem eigenen SharePoint-Server beispielsweise wunderbar betreiben. Alles ist synchronisiert. Also da erlebe ich immer viele, die sagen, oahh OneNote, geht ja nur über die Cloud – ging früher, Sie können es mittlerweile auch über den eigenen Collaboration Room lösen, also das hat einer meinen Handelskunden in Düsseldorf gerade erst so gelöst. Also wenn Sie da Fragen haben, sprechen Sie mich da gerne nochmal an und dann kriegen Sie da gerne nochmal Unterstützung.

Ja, jetzt habe ich ja viel erzählt, dass Sie gar kein Backup brauchen. Wenn Sie doch ein Backup haben wollen, und manchmal macht es durchaus Sinn, was gibt es für Möglichkeiten? Und ich zeige Ihnen mal vier Möglichkeiten, die Sie haben.

Nummer 1 ist iCloud. Und viele sagen, oaaaaaah iCloud – Teufelszeug, so teufelich ist es gar nicht. Also wenn Sie schauen, das Ding ist 128 Bit AES verschlüsselt. 256 Bit AES ist die höchste Variante, die man so im zivilen Bereich kommt, die ist natürlich noch besser, aber Sie sind da gar nicht so schlecht geschützt und – ganz ganz wichtig, was Sie auf alle Fälle aktivieren sollten ist die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Und wenn Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung haben, dann ist immer, wenn Sie auf iCloud zugreifen, kriegen Sie nochmal eine Aufforderung auf ein zweites Apple-Gerät, wo Sie nochmal dann eine Nummer eintippen müssen, beziehungsweise kommt eine Nummer und die müssen Sie auf dem ersten Geräte wieder eingeben, und die Zwei-Faktor-Authentifizierung übrigens generell erhöht die Sicherheit gewaltig. Was ich da mal oft erlebe, dann gibt es viele die sagen, ja kann nur eigenen Server, aber wenn’s dann irgendwo darum geht, mal eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen, dann sagen die, ah nee, viel zu kompliziert. Ein sechsstelliges Kennwort – viel zu kompliziert. Der Engpass beim Thema Sicherheit ist im Regelfall der Mensch und nicht die Technik. Also wichtig, iCloud ist gut verschlüsselt, aktivieren Sie noch die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Und dann mit iCloud ist das ja so, immer in dem Moment wo Sie im W-LAN sind und das Gerät gesperrt ist, wird automatisch, wenn Sie am Strom sind das Gerät dort im Hintergrund gesichert, und es funktioniert super auch inklusive der Abspeicherung Ihrer ganzen Ordner, Ihrer Apps und allem Drum und Dran. Man kann es auch wunderbar nutzen, wenn man ein neues Gerät hat. Wobei meine Empfehlung ist immer, gerade es so Major-Releases gibt, also von iOS 10 auf iOS 11 und solche Dinge, da würde ich immer mal das Gerät komplett platt machen und neu aufsetzen, statt immer wieder aus dem Backup zurücksetzen. Weil so ab und zu verschluckt der sich dann doch, das merkt man. Also man sollte so ein Gerät, gerade bei den großen Updates von 10.0 auf 11 da würde ich darüber mal nachdenken es komplett platt zu machen, und wenn Sie den vorherigen Teil internalisiert haben – nämlich, dass Sie sagen, ich habe meine Outlook-Daten immer gesichert, ich habe meine Dateien gesichert – dann geben Sie nur Ihre Exchange-Daten rein, Ihre WebDAV-/VPN-Daten, Ihre Cloud-Zugangsdaten, Ihre Evernote- oder OneNote-Daten und alle Ihre Notizen, Ihre Outlookdaten sind alle wieder da. Dann macht das Sinn. Also ich sage immer – viele machen so viel Zeit tot durch Suchen, machen so viel Zeit tot durch doppeltes Löschen, durch nicht-synchronisierte Systeme, das sind die Produktivitätsfresser. Arbeiten Sie da wirklich konzeptionell sauber, so dass sich die Systeme automatisch abgleichen und automatisch sichern. Dann macht IT produktiver, sonst macht die IT immer nur Ärger. Es gibt immer diesen fiesen Spruch der sagt, Computer sind dazu da Probleme zu lösen, die man ohne sie nicht hätte. Und in vielen Unternehmen ist das so. Weil man einfach nicht konzeptionell strategisch an solche Themen drangeht. Ja, das Nächste was Sie machen können ist, über iTunes zu sichern, erlebe ich sogar in Firmen, wo Mitarbetern auf privaten Rechnern dann Sicherung auf iTunes machen, wo ich sage so, boah, Leute, geht gar nicht, weil dann habe ich hier die Vermischung zwischen dienstlichen und privaten Geräten. Im privaten Umfeld, oder wenn Sie Einzelunternehmer sind, macht das durchaus Sinn. Wichtig ist, wenn Sie über iTunes das sichern, dann immer bitte den Haken setzen bei verschlüsseltem Backup, dann haben Sie nämlich zwei Effekte. Der erste Effekt ist, dass wenn Sie Kennwörter eingegeben haben, die eben auch abgespeichert werden, das zweite ist, dass dann Ihr Backup auf dem PC auch verschlüsselt ist. Das heißt, wenn jemand Ihren PC klaut, dann hat er zumindest nicht gleich alle iOS-Daten drauf, sondern ist das geschützt. Dieses Sichern über iTunes mache ich ab und zu mal, wenn ich so komplett was wegblase, weil was Sie automatisch immer kriegen ist, wenn Sie eine App gelöscht haben, können Sie die immer wieder neu runterladen. Allerdings es gibt einen kleinen Haken. Solange es diese App noch gibt. Und manchmal gibt es Apps, die aus dem AppStore entfernt werden, die man aber gerne nochmal nutzt. Also ich habe zum Beispiel mit dem Switcher eine App, das ist so eine Nipple-Board, Nipple-Board wie Stephan Raab das früher hatte, da hat man so Knüpfe auf dem Tisch und dann kann man drauf drücken und da gehen bestimmte Videos an. Die sind leider aus dem AppStore entfernt worden. Die hat ja der Entwickler dort nicht mehr weitergepflegt. Die läuft aber immer noch, selbst auf meinem aktuellen iPad-Pro 10,5 Zoll, auf der Beta von iOS 11 läuft sie auch. Ich gehe mal davon aus, dass Sie auf dem produktiven iOS 11 auch läuft, und wenn ich gucke, die würde ich, wenn ich es lösche, nicht mehr aus dem AppStore ziehen können. Und dafür ist es manchmal im privaten Bereich nicht verkehrt, ab und zu mal das Sie sichern, dann werden Ihnen auch die Apps mit zurück gesichert auf dem PC und dann kann man sowas nochmal mit dazu (…). Außerdem, wenn man manchmal so Probleme hat, die man gar nicht lösen, dann mache ich es auch immer so, dass ich einmal die iCloud-Sicherung mache, die kann man auch jederzeit manuell einschmeißen und parallel dazu nochmal die Sicherung über iTunes. Und dann setze ich das Gerät zurück und sage dann aus iTunes-Backup zurücksetzen oder aus iCloud, beides sollte vom Grundsatz her das gleiche Ergebnis liefern, aber manchmal mache ich lieber zwei Backups als gar keins oder nur eins, was dann vielleicht nicht 100% funktioniert.

Ja, die nächste Möglichkeit ist die Software iExplorer. iExplorer ist eine iTunes-Alternative, mit der man auch auf Dateisystem zugreifen kann, mit der man viele sachen kopieren und sichern kann. Sie ist auch ganz gut, wenn das Gerät mal wirklich abstürzt, wenn man nicht mehr drauf kommt, da hat so der eine oder andere meiner Kunden schon die eine oder andere Dateien retten können. Ist für mich so hautpsächlich ein Datumrettungstool eigentlich, weil alle anderen Dinge braucht man mittlerweile eigentlich nicht mehr extra sichern und auch die iMessages, die werden sofern sie zu WhatsApp-Zeiten noch genutzt werden, die werden jetzt auch über iCloud mitgesichert, also vor dem Hintergrund brauchen Sie die auch nicht mehr separat zu sichern. Und dann gibt es noch eine Lösung, die heißt iMazing Mini, es gibt eine große aber iMazing Mini ist gratis sogar. iMazing mit „i“ geschrieben vorher und hier ist es so, Sie haben eine PC- oder MAC-Software, beides geht und beim ersten Mal müssen Sie das Gerät per Kabel verbinden und dann ist das so, dass sich das immer automatisch, wenn die im gleichen W-LAN sind automatisch sichern. Das ist so ein Bisschen wie Time Machine, das heißt die Time Machine für das iPad, wo wirklich immer inkrementell gesichert wird. Das was im Prinzip das iCloud-Backup automatisch macht, können Sie dann statt über die Apple-Cloud über Ihren eigenen Rechner machen, wenn Sie im W-LAN sind ist also für diejenigen, die sagen, ich bin Einzelunternehmer, ich bin klein unterwegs, ich habe immer meinen MAC oder meinen PC da, durchaus eine interessante Alternative, für größere Deployments eher nicht. Da ist dann wirklich das Thema, dass über Exchange gearbeitet wird, dass über Netzlaufwerke gearbeitet wird, die automatisch synchronisiert werden, und das hat nicht den Charme, dass diese Daten immer automatisch gesichert werden, sondern das hat noch den Charme, dass wenn Sie dann am PC sind, Sie immer genau den gleichen Stand an Daten haben und Sie immer das Grundprinzip umgesetzt haben, was ich ja immer prädige – schaffen Sie sich einen Speicherort für alle Ihre Dateien, für alle Ihre Informationen und sorgen Sie dafür, dass Sie, ohne dass Sie sich einen Kopf machen müssen, immer von jedem Gerät Informationen eingeben können und von jedem Gerät auch Informationen abrufen können. Und der Nebeneffekt, den Sie damit automatisch haben ist, dass Sie darüber immer eine automatische Datensicherung haben. Und die Frage auch, ob Sie sagen, Mensch, ich mag keine Cloud, wenn Sie zu den gehören, die ein Home Office haben und zu Hause eine Sicherung haben, dann denken Sie bitte auch daran, was ist wenn bei Ihnen zu Hause eingebrochen wird, was ist wenn’s bei Ihnen brennt und das Datensicherungsmedium ist bei Ihnen zu Hause. Also hier sollten mindestens zwei Aufebwahrungsorte für Sicherung immer da sein, also da kann dann eine Cloud-Lösung durchaus auch nochmal sinnvoll sein, weil wenn Ihnen zu Hause alles abfakelt, dann haben Sie halt die Daten immernoch bei den T-Systems auf den Servern und können über jeden Browser darauf zugreifen oder können entsprechend dann auch zugreifen über andere PCs. Also ein bisschen zu, wenn Sie im Ausland sind und Sie werden komplett beklaut mit allem Drums und Drans, haben keine Ausweise mehr, dann kann ich über einen meiner Cloud-Anbieter auch auf den Verzeichnis darauf zugreifen, wo ich alle meine Ausweise digitalisiert habe und da kann ich eben in Kolumbien zur Polizei gehen und kann sagen, ich brauche nur mal Internet und hier haben Sie meine Ausweise. Also das macht’s manchmal doch durchaus einfacher. Natürlich haben Sie damit ein Risiko, was immer da ist, auf der anderen Seite ist für mich das Risiko noch größer, wenn alle Daten auch für mich weg sind. Was auch durchaus ein Denkansat ist, gerade wenn man dann nochmal sichert auch über einen eigenen PC oder über iMazing, dann auch solche eigene Time Maschine hat, generell auch für das Thema Datensicherung kann durchaus nochmal interessant sein, auch über eine externe Festplatte nochmal zu sichern. Einen MAC würde ich immer über eine Time Capsule sichern. Das macht der nämlich automatisch, das funktioniert immer wunderbar. Und dann kann man eben, wenn man eine externe Festplatte hat, kann man dann die regelmäßig, wenn man zwei davon hat, rollierend dann auch in einen Bankschließfach reinpacken, also zwei bis drei Geräte sollte man da idealerweise haben und die am separaten Standort abspeichern.

Vielleicht noch zu MAC Time Machine, ich hab’s angesprochen, jeder der einen MAC hat, sollte auf alle Fälle so eine Time Capsule nutzen. Ich finde es genial, weil der sichert inkrementell immer automatisch, und Sie können da wunderbar nicht nur Dateien wirklich stundenweise sich die Versionen zurücksichern, sondern das Ganze funktioniert auch mit dem Mail-Programm. Das habe ich selbst vor ein paar Monaten das erste Mal wirklich entdeckt, weil ich hatte ja aus Versehen ein paar E-Mails gelöscht und dann dachte ich mir, ooh, wie kriege ich die jetzt wieder zurück. Und dann habe ich eingetlich per Nachgucken gemerkt, ja Moment mal, Time Capsule kann nicht nur Dateien, sondern Sie können damit auch E-Mails zurückrollen. Und da gehen Sie einfach in den Ordner und dann haben Sie eine Zeitleiste, auf der Sie zurückgehen können und Sie können sogar noch, wenn Sie unterschiedliche Versionen von Dateien oder E-Mails haben, sich die beide nebeneinander auf dem Schirm zeigen lassen und von links nach rechts rüberkopieren, also ich habe noch keine Sicherungslösung gesehen, die so toll ist. Und wenn ich gucke, Anfang des Jahres ist ein MacBook, Macbook Air, von meiner Frau abgeraucht, also Totalschaden. Und das ist Freitag, ich glaube um 19 Uhr sowas ziemlich genau ist das Ding in die eweige Jagdgründe gegangen. Und dann haben wir ein neues MacBook gekauft und dann zurückgesichert aus der automatischen Time Capuse und Sie hatte nach einer halben Stunde alle verlorenen Daten. Und Sie hatte den Stand, 19 Uhr ist das Ding abgeraucht, 18:30 war die letzte Datensicherung, einmal gesagt zurücksichern aus der Datensicherung und meine Frau hatte alles wieder dabei, alle Konten eingerichtet, alle E-Mail-Daten da, alle Dateien da, also alles Tutto Completti da. Und das sind die Dinge, weshalb ich ein großer Freund von Apple bin, weil gerade solche Dinge sind einfach entscheidend, wenn wirklich mal so eine Kiste abraucht, dass die Datensicherung dann läuft… und das Gute ist, wenn Sie mit iPad und iOS und iPhone zuarbeiten, dass die Daten automatisch immer synchronisiert sind, dann haben Sie überhaupt keinen Stress mit Datensicherung, denn Sie müssen gar keine machen und haben auf allen Ihren Systemen immer den gleichen Stand.

In diesem Sinne erst Hirn einschalten, dann Technik und ich freue mich, wenn Sie auch nächste Woche wieder mit dabei sind. Wenn Sie Rückfragen haben, einfach t.jekel@jekelteam.de als E-Mail schreiben oder unter iPad4productivity.com, so wieder Podcast geschrieben wird mit der „4“, einfach zum Gratis-Hörerservice des Podcasts anmelden, dann bekommen Sie immer die Links und das Transkript zum Nachlesen für jede Episode.

Bis zum nächsten Mal. Ihr Thorten Jekel.